Lion Club Dresden-Elbflorenz trauert um Hans Löblein

Unser LF Hans Löblein ist im 71. Lebensjahr von uns gegangen. Wir erinnern uns an die unkomplizierte 70-Jahr-Geburtstagsfeier, wo ein stetes Kommen und Gehen in einer gemütlichen Atmosphäre in seiner geliebten Wahlheimat Dresden gefeiert wurde. Wir dachten alle nicht, dass wir uns wenige Monate nach diesem runden Geburtstag so schmerzhaft wiedersehen.

 

Hans Löblein hatte das Lebensmotto:

 „Blicke nie zurück, blicke immer nach vorn. Bereue nichts, was du getan hast.“

Trotzdem müssen wir zurückblicken, um den gemeinsamen Lebensweg, den wir viele Jahre miteinander hatten, zu beschreiben.

Denn es bleibt IMMER etwas von seinem Wirken, von seinem Denken, von seinen Träumen und von seiner Liebe.

Wir, dass sind die Freunde des Lions Club Dresden-Elbflorenz, in den Hans Löblein 1999 eingetreten ist.

 

Blicken wir auf seinen Lebensweg zurück:

Er wurde am 16. September 1949 in Franken (bei Bamberg) geboren und war ein sehr guter Schüler (8. Klasse 1a). Er musste die Familie früh unterstützen und hat aus eigener Kraft ein Studium im Bereich Technik / Ingenieur absolviert. Mit 25 Jahren war er Niederlassungsleiter bei der Südfleisch und anschließend der jüngste Geschäftsführer.

 

Hans Löblein war immer mit Leib und Seele Fleischunternehmer. Nach der Wende erwarb er von der Treuhandanstalt die maßgeblich ostdeutschen Betriebe der Fleisch- und Wurstverarbeitung und wurde binnen weniger Jahre zum bedeutendsten Fleischkonzern im Osten. In der Spitze waren es 1.700 Leute und 11 Betriebe. Für diese Aufbauarbeit hat er das Bundesverdienstkreuz erhalten.

 

Trotzdem kam es in den 2000er Jahre zu Problemen mit Banken, die Unternehmen wurden aufgelöst. Er kämpfte um seine Betriebe sowie um seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Er verlor alles, aber blickte immer wieder nach vorne.

 

Mittlerweile hatten wir Hans in unserem Lions-Club aufgenommen und er fühlte sich im Lions-Club in seiner Wahlheimat Dresden sehr, sehr wohl.

 

Im Jahr 2003 wurde er Mitglied des Vorstandes und Präsident im Lions-Jahr 2005/2006. Er unterstützte mit vollem Herzen und vollem Engagement die Projekte, die die Lions mit dem Stichwort „we serve“ fördern. Zum Beispiel die Kinder aus der Ukraine, die wir zur Erholung nach Volkersdorf geholt haben oder später den Jugendbauernhof Nickern und auch die Dresdner Kinderhilfe. Es war ihm ein Herzenswunsch auch etwas zurückzugeben, für die, die unserer Hilfe bedürfen.

Das hat Hans Löblein in vorbildlicher Weise unterstützt.

 

Neben der Projektarbeit hat sich in unserem Lions Club auch ein Freundeskreis herausgebildet, der über die Clubabende hinaus auch im privaten Umfeld durch einen freundschaftlichen Austausch miteinander verbunden ist.

 

Wir denken gerne zurück, wenn wir in unserem Projekt Jugendbauernhof Nickern gemeinsam gegrillt haben oder wenn wir in Potsdam die Präsidentenübergabe mit einem schönen Wochenende gefeiert haben. Wir wissen, dass Hans Löblein und seine Frau Rita sich in dieser Gruppe sehr wohl gefühlt haben, denn die Partner der jeweiligen Mitglieder sind auch Teil unserer Familie.

 

Hans Löblein liebte seine Wahlheimat Dresden und die Oberlausitz bei Familienwanderungen und war stets ansprechbar und hilfsbereit. Er war nicht neidisch, hatte Freude am Gelingen und keine Schadensfreude am Scheitern.

 

Wir nahmen in Dankbarkeit Abschied, wissend das jeder die persönlich geprägten Bilder und Geschichten in seinem Herzen tragen wird. Wir wissen, dass Hans Löblein Teil unserer Lions-Familie ist und bleiben wird.

 

Wir werden sein Andenken in Ehren bewahren und immer an ihn denken.

 

Lebwohl lieber Freund

Dr. Jochen Leonhardt
Präsident des Lions Clubs Dresden-Elbflorenz